Ted Nash (* 1959 in Los Angeles) ist ein US-amerikanischer Jazz-Alt- und Tenorsaxophonist und Komponist.
Ted Nash ist Sohn des West-Coast-Jazzposaunisten Dick Nash und der Neffe des gleichnamigen Bigband-Tenorsaxophonisten (* 1922), der in den Bands von
Les Brown,
Bill Holman,
Henry Mancini,
Mel Lewis u.a. spielte. Ted Nash spielte mit sieben Jahren Klavier und dann Klarinette, bevor er als Jugendlicher zum Saxophon wechselte. Auf der High School studierte er Jazz-Improvisation bei dem Vibraphonisten Charlie Shoemake und hatte mit 16 Jahren die Gelegenheit in der
Lionel Hampton Band zu spielen. Danach arbeitete er in den Orchestern von
Quincy Jones,
Louie Bellson,
Toshiko Akiyoshi und
Don Ellis. 1978, mit 18 Jahren, nahm er ein erstes Album unter eigenem Namen auf (
Conception für Concord Jazz) und zog nach New York, wo er Mitglied der
Gerry Mulligan Big Band wurde. In den 1980er Jahren wirkte er u.a. an Alben von
Shelly Manne mit und wurde schließlich Mitglied im Orchester von
Mel Lewis, in dem er Solist und Arrangeur war. Bekannt wurde Nash auch durch seine Aktivitäten im New Yorker
Jazz at Lincoln Center Orchestra, das von
Wynton Marsalis geleitet wird.
1994 nahm er in Frankreich mit seinem
European Quartet aus Oliver Hutman, Thomas Bramerie und Jean-Oierre Arbaud das gleichnamige Album auf; 1996 war er Mitglied des
Joe Lovano Orchestra (
Celebrating Sinatra) und nahm mit Streichquartett, u.a. mit Tomas Ulrich, das Album
Rhyme & Reason auf, 1999 war er Mitglied des
Herbie Nichols Project (Dr. Cyclop's Dream) und gründete die Formation
Odeon, die zusätzlich zu den Bläsern (Nash und
Wycliffe Gordon am Sousaphon) Streicher (Miri Ben-Ali) und Akkordeon (William Schwimmel) einbezog. 2004 folgte das Latin-Album
La espada de la Noche mit Standard-Themen wie Tico Tico, A Night in Tunisia, Rodrigos Concierto de Aranjuez.
Er schrieb das Musical
Portrait in Seven Shades, das Malern verschiedener Epochen gewidmet ist, wie Claude Monet, Salvador Dalí, Henri Matisse, Pablo Picasso, Vincent van Gogh, Marc Chagall und Jackson Pollock; es wurde im Februar 2007 in New York City uraufgeführt.
Der Musiker ist nicht mit dem gleichnamigen Swing-Saxophonisten Theodore Malcolm „Ted“ Nadh (* 1922) zu verwechseln.